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Radetzky Marsch

nach dem gleichnamigen Roman von Joseph Roth

„Zeitenwende“ heißt die neue Projektserie von Theater Impuls. Sie beschäftigt sich mit Paradigmenwechseln und Gesellschaften am Rand des Abgrund. In wilder Chronologie porträtiert sie die Ewig Gestrigen und die Ewig Morgigen und zeigt: Alles muss anders werden, damit alles so bleibt, wie es ist. Den Auftakt bildet der wohl poetischste Chronist des Untergangs: Joseph Roth. In seinem wichtigsten Werk „Radetzkymarsch“ beschreibt er den Untergang der Donaumonarchie und den Übertritt des alten Europas in die Moderne.

Auch wenn der Kaiser als Romanfigur mehrmals vorkommt, zeichnet Roth den Verfall der alten Ordnung eher im Privaten nach: Er begleitet drei Generationen einer alten Bauernfamilie von 1859 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Joseph von Trotta verdient sich den Adelstitel, als er in der Schlacht von Solferino dem jungen Kaiser das Leben rettet. Sein Sohn Franz, der auf Geheiß des Vaters keine Offizierslaufbahn einschlagen darf, macht eine Beamtenkarriere als Bezirkshauptmann. Nüchtern, abgeklärt und in Formen erstarrt, erzieht er seinen Sohn Carl Joseph zu Gehorsam und Pflichterfüllung. Dessen Leben jedoch verläuft nicht so geradlinig wie geplant: Vom ungeliebten Militärdienst gelangweilt, greift er zur Flasche, verwickelt seinen besten Freund in ein Duell und gerät in Gefahr, die Familienehre aufs Spiel zu setzen. Im Kriegsausbruch findet die Dekadenz ihr Ende – die alten Werte werden endgültig begraben.

Josef Roth hat mit seinem nostalgischen Requiem ein zeitloses Meisterwerk über die Ohnmacht geschaffen, die geheimen Strömungen der Zeit zu verändern.
Wir blicken tief in die scheinbar ferne Gesellschaft des Habsburgerreichs - und sie blickt zurück.

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Mit Simon Brüker, Victoria Goldie, Hans-Christian Hinterberger, Urs Klebe, Matthias Lettner, Christina Matschoss, William Newton, Clemens Nicol, Alicia Ritter, Barbara Sabel, David Thun

Regie: Andreas Wiedermann
Gastspiel von Theater Impuls
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TERMINE:
14. - 16. Januar 2027, Do - Sa - 19:30 Uhr
21. - 23. Januar 2027, Do - Sa - 19:30 Uhr

Tickets zu 28 €, ermäßigt 15 €

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