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DIE GELBE TAPETE

Nach der Erzählung von Charlotte Perkins Gilman

„Wenn ein Arzt von hohem Ansehen, noch dazu der eigene Ehemann, Freunden und Verwandten versichert, dass wirklich nichts mit einem verkehrt sei, außer einer zeitweiligen nervösen Depression – einer leichten hysterischen Tendenz – was soll man da machen?“

(aus: „Die gelbe Tapete“ von Charlotte Perkins Gilman)

Ein abgründiger Psycho-Thriller

1892 in den USA: Eine junge Frau leidet nach der Geburt ihres Kindes unter postnataler Depression. Ihr überfürsorglicher Ehemann ist Arzt und unterzieht sie nach Konsultationen mit Kollegen einer besonderen „Kur“: Aufenthalt auf dem Land, völlige Ruhe, Verbot jeglicher intellektueller Betätigung und Nahrungsaufnahme in großen Mengen. Nur ihrem heimlich geführten Tagebuch kann die Frau ihre Gedanken anvertrauen. Eingesperrt und von einer Schwester betreut, starrt sie täglich stundenlang auf die gelbe Tapete in ihrem Krankenzimmer. Und je länger sich ihr Blick in deren seltsame Muster verstrickt, desto mehr fühlt sie sich selbst beobachtet. Immer drängender werden ihre Fantasien; und immer größer wird ihre Überzeugung, dass hinter der Tapete etwas Lebendiges wohnt – ein Wesen, das mit ihr Kontakt aufnehmen will!

Mit ihrer 1892 erschienenen Erzählung „Die gelbe Tapete“ schuf Charlotte Perkins Gilman in der Nachfolge von Edgar Allan Poe eine packende, atmosphärisch dichte, vielschichtige Horrorgeschichte. 

Ein feministisches Schlüsselwerk

Die Schriftstellerinn Charlotte Perkins Gilman (1860 – 1935) war eine der führenden Intellektuellen der amerikanischen Frauenbewegung.

Aus autobiografischen Motiven entstand eine wegweisende Erzählung, die im englischsprachigen Raum zu einem der an Schulen und Universitäten meistgelesenen und -interpretierten Texte geworden ist.

„Nach der Trennung von ihrem Mann und der Veröffentlichung ihrer Erzählung legte sie Essays vor, gab eine Zeitschrift heraus, entwarf mit >Herland> (1915) eine feministische Utopie, wurde Vortragsreisende, löste mehrfach mit ihrem Privatleben Skandale aus – ihre Tochter wuchs beim Vater auf –, und widersetzte sich immer wieder der moralischen und emotionalen Selbstdisziplinierung, die von Frauen damals gefordert wurde. Gilmans Kurzgeschichte, die erst im Zuge der Frauenbewegung in den Sechzigerjahren wiederentdeckt wurde, besaß eine enorme sozialkritische Sprengkraft und ist auch kulturgeschichtlich von Bedeutung. Vor allem aber ist >Die gelbe Tapete< ein Zeugnis weiblicher Selbstermächtigung.“

(Maike Albath, Deutschlandfunk Kultur, 2019)

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Mit: Olga Tomkowiak, Korinna Krauss, Leon Sander

Bearbeitung & Regie: Georg Büttel
Musik: (Einspielungen & Einstudierung): Thomas Unruh
Bühne: Thomas Bruner
Künstlerische Mitarbeit & Videosequenzen: Katharina Raab
Kostüme: Michele Lorenzini
Licht & Technik: Philipp Kolb
Regieassistenz: Judith Alkofer
Maskenberatung: Barbara Gellermann
Graphikdesign: Veronika Gerber
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TERMINE:
16. - 19. September - Mi - Sa - 20 Uhr
23. - 26. September - Mi - Sa - 20 Uhr
30. September - 03. Oktober - Mi - Sa - 20 Uhr
07. - 10. Oktober - Mi - Sa - 20 Uhr
14. - 17. Oktober - Mi - Sa - 20 Uhr 

Tickets zu 28 €, ermäßigt 15 €

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