Der Weltverbesserer

von Thomas Bernhard 

Thomas Bernhards bitterböse Komödie aus dem Jahr 1980, in der er seine Sprachkunst brillantperfektioniert hat, spielt an einem halben Tag, an dem dem Weltverbesserer die Ehrendoktorwürdeverliehen werden soll für sein „Traktat zur Verbesserung der Welt“. Dieser Privatgelehrte und Philosoph ist ein unverbesserlicher Misanthrop. Selbstgefällig, vollerKritik und erbarmungsloser Ironie für seine Umwelt, macht er, kommt er in Fahrt, nicht einmal vor seinen Nächsten halt. Aber der Weltverbesserer ist kein überzeugter Einzelgänger, im Gegenteil, erist von seiner Partnerin und den Streitgesprächen mit ihr regelrecht abhängig.  Nur im Austausch mitder Lebensgefährtin, seinem »notwendigen Übel«, kann er sich noch Tag für Tag neu definieren. Nur im Austausch mit ihr kann er noch um eine kleine Veränderung der Dinge ringen, nachdem ihmeine grundsätzliche Verbesserung der Welt versagt geblieben ist. Gefangen in einem ganzenKosmos von Gedanken, Ansprüchen und Forderungen ziehen die beiden Bilanz. Ein Endspiel beginnt …

Andreas Wiedermann (Träger des AZ-Stern des Jahres 2013 und zweier tz-Rosensträuße des Jahres) hat den „Weltverbesserer“ als Produktion des Theater Plan B mit Titus Horst und Evelyn Plankinszeniert.

Aus einer Kritik:„Wiedermann inszeniert nicht erst seit seiner Tätigkeit mit „Opera incognita“ musikalisch. Bernhards Texte sind musikalisch grundiert und rhythmisch so exakt getaktet, dass man vom einenzum nächsten Satz geradezu mitgeschleift wird. Wiedermann inszeniert es genau so. Titus Horstlebt seine Rolle absolut überzeugend. Die Modulationen seiner Sprache, ihr Gestus, ihre Agogik,ihre rhythmische Prägnanz lässt keine Wünsche offen. Seine Frau (Evelyn Plank), sein„notwendiges Übel“, gibt es bei Wiedermann zweigeteilt. Einmal die Frau als seine Frau, ansonstenals desinteressierte polnische Krankenpflegerin. Hat sie ihn in der Hand? Und er merkt es nicht?“
(Straubinger Rundschau)

Mit Titus Horst, Evelyn Plank 

Inszenierung und Bühne Andreas Wiedermann
Kostümberatung Renée Maurer
Sound Clemens Nicol 
Musik Ludwig van Beethoven 

Aufführungsdauer: 90 Minuten / Keine Pause

Eine Produktion von Theater Plan B 


Termine:
25.04. / 26.04. / 27.04. /
02.05. / 03.05. / 04.05. /
09.05. / 10.05. / 11.05.2019

jeweils 20 Uhr

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