TÖRLESS

nach dem Roman von Robert Musil

Wenn Gewalt, Mobbing und sexueller Missbrauch zwar tabuisiert, aber dennoch als legitime Sozialisierungsmaßnahmen zur Einübung in Führungsqualitäten akzeptiert werden, sind sie auch die (verborgene) Grundlage des sozialen Systems. Wenn zudem die Erfahrung des paradoxen moralischen Zusammenhangs zwischen Gewalt und Sexualität als erkenntnisfördernd angesehen wird, werden dann nicht die Opfer marginalisiert?
Die Inszenierung ist eine kritische Reflexion über die Verwirrungen des Zöglings Törless. Die Zustände, die Musil beschreibt, sind heute genauso relevant wie vor hundert Jahren. Sexualisierte Gewalt und Mobbing ist ein Tabuthema, das immer häufiger an Aktualität gewinnt. Mit diesem Stück möchten wir insbesondere auch Jugendliche dazu animieren, sich mit diesen Thematiken auseinander zu setzen.

Die Inszenierung, der sowohl für die Einrichtung durch die Regie, als auch für die sehr guten schauspielerischen Leistungen höchstes Lob gebührt, leistete mehr als nur die Dramatisierung eines Romans von Robert Musil, der längst zu Recht zum Klassiker der Moderne avanciert ist. 
www.theaterkritiken.com

Der Stoff ist eine extrem mutige Wahl für eine kleine Bühne wie das Teamtheater, wo nichts wirklich verborgen bleiben kann, wo die Nähe zu den Zuschauern groß ist und die Gefahr des Scheiterns bei zu hohen Ambitionen groß. Dieter Nelle aber verlässt sich auf eine praktisch leere Bühne, vier Männer im Anzug und die Kraft der Erzählung. Gut so.
www.sueddeutsche.de 

Textbearbeitung und Inszenierung Dieter Nelle
Dramaturgie / Produktion Petra Maria Grühn
Darsteller Olaf Becker, Peter Blum, Axel Brauch, Adrian Spielbauer
Bühne / Kostüm Manuela Müller
Lichtgestaltung Hans-Peter Boden
Ton Philipp Kolb

Termine
20. / 21. / 22. / 23. März 2019
27. / 28. / 29. / 30. März 2019
3. / 4. / 5. / 6. April 2019
10. / 11. / 12. / 13. April 2019

jeweils 20 Uhr

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